Das Marathonlaufen erfreut sich nicht nur in Deutschland großer Beliebtheit. Auf Straßen oder Wegen kann jeder für die sportliche Herausforderung trainieren und sich bei einer organisierten Laufveranstaltung mit seinen sportlichen Mitmenschen messen. Das Marathonlaufen ist schon seit mehr als hundert Jahren olympische Disziplin, seit 1984 gibt es die Sportart bei Olympia auch ganz offiziell für die Damenwelt. Wie lang ist eigentlich ein Marathonlauf genau? Die Streckenlänge wurde im Jahr 1921 auf 42,195 Kilometer festgesetzt. Die Länge des Laufs hängt mit der Geschichte des Marathons zusammen, nach deren Überlieferung ein Läufer im alten Griechenland sich nach der Schlacht von Marathon auf den Weg nach Athen machte, wobei er fast 40 Kilometer zurücklegte und nach dem Verkünden seiner Botschaft „wir haben gesiegt“ tot zusammenbrach.

Die ausdauernden Sportler kommen im Inland in Städten wie Hamburg, Frankfurt oder Berlin zusammen. International gesehen sind die wichtigsten Marathonläufe der New York City Marathon, der Paris Marathon, der London Marathon, Boston Marathon, Tokio Marathon und Chicago Marathon. Wer etwas auf sich und seine Laufkünste hält und sich Startgeld sowie Reisekosten leisten kann, der lässt sich möglichst keinen dieser Läufe entgehen. Zudem wird natürlich ein netter und verständnisvoller Chef benötigt. Gut, dass Chefs im Normalfall großes Verständnis für die „Laufsucht“ ihrer Angestellten aufbringen. Sie wissen, dass ihre Mitarbeiter mit dem routinierten Lauftraining etwas für ihre Gesundheit und den Ausgleich tun und dabei noch echte Gehirnarbeit leisten, die auch der Firma zugutekommen kann. Erwiesenermaßen regt Ausdauersport wie das Marathonlaufen die Neubildung von Gehirn-Synapsen an, ganz besonders in den Bereichen, die für das Lernen und die Gedächtnisleistung des menschlichen Gehirns zuständig sind.

Marathon laufen genießt generell einen guten Ruf und gilt als gesund. Die Forschung beschäftigt sich schon lange mit der Hirnforschung. Dabei hat man herausgefunden, dass das menschliche Gehirn plastisch ist. Das heißt, sobald neue Fähigkeiten erlernt werden, können sich auch neue Gehirnzellen bilden. Und das passiert eben nicht nur bei naheliegenden Tätigkeiten wie Schachspielen, Rätsellösen oder dem Erlernen eines Musikinstruments, sondern auch beim Sport, insbesondere beim Ausdauersport wie dem Marathon laufen.

Doch auch das Marathonlaufen will gelernt sein. Schließlich handelt es sich um eine größere körperliche Anstrengung, der man sich nicht unvorbereitet stellen sollte. Es gilt, sich langsam für einen Marathon „hochzutrainieren“ und sich dem eigenen Leistungsvermögen bewusst zu sein, es im Zweifel aber eher langsam angehen zu lassen. Starkes Übergewicht oder Gelenkprobleme sollten mit einem Arzt diskutiert werden. Dieser wird dem Läufer sagen können, wie viel er sich zumuten sollte und was besser zu unterlassen ist im Trainingsplan. Sich bereits nach einem Jahr Lauferfahrung für die Marathonteilnahme anzumelden, ist zwar keine Seltenheit, sollte jedoch nicht als Generalanleitung gelten.

Schließlich geht es beim Laufen vor allem um Gesundheit und Spaß. Man ist näher an der Natur, bekommt den Kopf frei, atmet sauerstoffreiche Luft ein, powert sich aus und schwitzt sich geradezu gesund. Wer mit dem Laufen einmal angefangen hat, der kann schon bald kaum wieder damit aufhören. Sich mit anderen Läufern zusammenzutun oder sich in einem Wettbewerb zu messen, kann großen Spaß machen. Schon fünf oder zehn Kilometer-Läufe verlangen ein regelmäßiges Training. Und zum Halbmarathon oder Marathon kann man sich schließlich immer noch steigern.