Als Teil der Olympischen Spiele gibt es die Olympischen Winterspiele seit dem Jahr 1924. Die Olympischen Winterspiele widmen sich den Sportarten und Wettbewerben, die ausschließlich im Winter stattfinden und ausgetragen werden können und die zur Ausführung Eis und Schnee als Bodenbeschaffenheit benötigen. Dazu zählen die Sportarten Ski Alpin, Langlauf, Skispringen, Nordische Kombination und seit 1992 auch Freestyle Ski. Im gleichen Jahr, nämlich 1992, gab es auch beim Eislauf eine Änderung. Zum Eisschnelllauf und Eiskunstlauf gesellte sich die Disziplin Shorttrack. Das Snowboarden ist, man glaubt es kaum, erst seit 1998 Teil der Olympischen Winterspiele. Traditioneller und länger dabei sind Biathlon, Bobfahren im Zweier- und Viererbob und Skeleton, Rodeln, Eishockey und Curling.

Warum Snowboard erst im Jahr 1998? Nun, das Snowboarden ist insgesamt eine relativ junge Sportart, die sich ihren Platz und ihre Größe in der Wahrnehmung und Beliebtheit als heutiger Breitensport selbst verschafft hat. Insbesondere, nachdem 1988 in Österreich, Italien und den USA drei große Meisterschaften im Snowboarden stattfanden, waren immer mehr Menschen von der Sportart begeistert und sprangen auf den Trend auf. Schließlich sahen sich die Liftbetreiber quasi gezwungen, die auf Skifahrer zugeschnittenen Lifte und Pisten für die Snowboarder zu öffnen. 1995 war auch das Internationale Olympische Komitee so weit und nahm das Snowboarden als Sportart in das Austragungsprogramm der Olympischen Spiele 1998 in Nagano, Japan, mit auf.

Während manche Sportarten nicht erklärt werden müssen, sind andere vielleicht weniger geläufig, wie beispielsweise Shorttrack und Skeleton. Shorttrack ist eine Disziplin des schnellen Laufs auf dem Eis, deren Bezeichnung sich auf die Kürze der Strecke bezieht. Shorttrack (zu deutsch Kurzbahn) findet auf einer ovalen Bahn mit 111,12 Meter Länge statt. Skeleton bezeichnet eine Disziplin des Bobsports. Die rasante Fahrt auf einem speziellen Rodelschlitten durch einen Eiskanal, noch dazu Kopf voraus, ist nichts für schwache Nerven. Das Skeleton-Rennen hat seinen Ursprung in einer etwas weniger rasanten Variante, die einst in legendären Schweizer Kurorten wie Davos oder St. Moritz die Kurgäste erfreute.

Und was steckt eigentlich hinter den, vom Hören her eigentlich so geläufigen, Sportarten Nordische Kombination und Biathlon? Die Sportart Nordische Kombination besteht aus zwei verschiedenen Disziplinen, dem Skispringen und dem Skilanglauf. Während einst die Norweger die Nordische Kombination voll dominierten, begann 1948 eine Veränderung. Zu dem Zeitpunkt nämlich, als die Reihenfolge beider Disziplinen verändert wurde. Seitdem beginnt die Nordische Kombination mit dem Sprung von der Schanze, gefolgt vom Lauf über die Loipe. Für wen das Springen nichts ist bzw. wer am Zusehen daran keine Freude hat, der widme sich dem Biathlon. Die Sportart Biathlon kombiniert den Skilanglauf mit dem Schießen. Biathlon ist somit ein Sport, der eine ungewöhnliche Kombination aus Ausdauer als auch Präzision, mit einem ruhigen Händchen, erfordert. Ab Beginn der 90er Jahre stieg das Interesse an Biathlon stetig an und die Sportart ist heute eines der Aushängeschilder der Olympischen Winterspiele, mit viel Zuschauerinteresse.

Im Februar 2018 fanden die Olympischen Winterspiele in Südkorea, in der Region Pyeongchang, statt. Vier Jahre später ist es wieder soweit. Es finden im Februar 2022 die Olympischen Winterspiele in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Ungewöhnlich in der Geschichte der Olympischen Winterspiele ist, dass sie zweimal direkt hintereinander in einer asiatischen Region ausgetragen werden. Noch bis 1992 wurden die Winterspiele im selben Jahr wie die Olympischen Sommerspiele ausgetragen, erst 1994 kam der Wechsel: seitdem finden die Olympischen Winterspiele alle zwei Jahre im Wechsel mit den Olympischen Sommerspielen ab. Sportbegeisterte Fans müssen sich somit nicht mehr so lange gedulden und bekommen, gespickt mit anderen wichtigen internationalen Sportevents, regelmässig ihr Häppchen Sportlust serviert.